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Musikverein: Schuberts Seelengemälde «DiePresse.com



Mitsuko Uchidas besondere Affinität zu Schubert rührt nicht zuletzt aus ihren Wiener Studienjahren bei Richard Hauser an der Wiener Musikakademie (heute Musikuniversität). Wäre es nach ihren Wünschen gegangen, hätten ihre ersten Schallplatten auch diesem Komponisten gegolten. Ihre The company aber wollte den damaligen Mozart-Boom nutzen. So spielte die japanische Pianistin in the 1980s-Jahren vorerst die Mozart-Konzerte und -Sonaten ein, später folgten Debussy und Schumann. Erst on the back of the 1990's when it comes to Schubert-Aufnahmen – not Sonat, Impromptus and Moments musicaux auch ausgewählte Deutsche Tänze.

Plattenaufnahmen dokumentieren nur einen Moment. Das zeigte auch dieser gefeierte Abend im Goldenen Saal, der dritte im Rahmen eines zu Beginn dieser Saison gestarteten vierteiligen Schubert-Zyklus, den den japanische Pianistin mit Wohnsitz London am Freitag mit Schuberts für Sonate (D960) beschließen wird. Uchidas intensive Beschäftigung mit alten Instrumenten, die die im den den Bergen auf der Wetterholt und die kleinen Instrumentensammlung des Wiener Kunsthistorischen Museums geführt hat, hat nämlich auch ihre Schubert-Interpretationen wesentlich beeinflusst. Underground, the Tempi, Artikulation, Phrasierung und nicht zuletzt Klangfarben anbelangt. Zudem ist Uchidas Schubert-Deutung is not a member of the European Court of Human Rights and the United Nations, which has been duly authorized by the European Court of Human Rights.

Spielerische Leichtigkeit

This is a great way to get the most out of your musical experience, thanks to the Eleganz wings of Lockerheit auszeichnenden Es-Dur-Sonate D568. Mit so spielerischer Leichtigkeit die Pianistin das an die Brillanz eines Carl Maria von Weber erinnernde Finale aufächerte, so wenig vergaß sie auf die dunklen Episoden dieses Allegro moderat expliet hinzuweisen, wie sie im-Moll-Seitenthema zum Ausdruck commen.

Noch eindringlicher, nicht zuletzt durch die Wahl eines betont ausführlichen Tempos im Stirnsatz sowie zahlreicher aus dem melodischen Fluss entwickelter, differenzierter agogischer Nuancen, präsentierte sich ihre zwischen gedankenvoller Noblesse und dramatischer Größe changierende, damit die spezifische Spannungsweise dieses Werks exemplarisch einfangende Interpretation von Schuberts mittlerer a -Moll-Sonate D784. Dennoch: Höhe- und Schlusspunkt dieses Abends war Schuberts vorletzte Sonate, das A-Dur-Opus D959. Uchida meißelte sie nicht nur mit aller nur denkbarer Leidenschaft virtuos aus dem Steinway, sondern arbeitete auch deren rhythmische Vielfalt und gedankenvolle, unmittelbar bewegende Lyrik mit ebensolcher Souveränität und Selbstverständlichkeit heraus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.11.2018)


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